Es ist zwei Uhr nachts. Katerina ist auf dem Nachhauseweg. Sie kommt gerade von einer Party zurück. Ihr blondes Haar, dass eigentlich bis zu den Schultern reicht, ist mit einer Spange am kopf zusammengesteckt. Sie trägt eine schwarze Edeljeans, darüber ein schwarzes Jackett und darunter eine Bluse aus Samt. Ihre schwarzen, geschlossenen Pumps mit den 5cm Flachabsätzen schallen laut auf dem Marmorboden auf. Die Pumps sitzen wie angegossen an ihren nackten, glatten Füßen. Tagsüber ist hier jede Menge los, doch jetzt herrscht menschenleere Stille, bis auf ihre Pumpsschritte. Sie gähnt kurz. Doch plötzlich verlangsamt sie das Tempo. Waren da nicht Stimmen? Katerina bleibt stehen. Tatsächlich schwirren Stimmen durch den leeren, sehr verwinkelt angelegten Komplex. weiterlesen »

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Vater Rolf und seine Frau Rita wohnen mit ihrem Sohn Dennis und der Tochter Laura in einer kleinen Stadt nahe Frankfurt. Die beiden Kinder wuchsen in einem geordneten Lebensumfeld auf und bekamen alles von ihren Eltern, was sie sich wünschten. Vater Rolf ist Elektriker und wünscht sich seit Jahren einen roten Schlitten vor der Tür, damit er vor seinen Freunden mal so richtig angeben kann. Jedoch konnte sich die Familie bis heute keinen Ferrari als Zweitwagen leisten. Wer kann das schon. Denn Mutter Rita ist auch bloß Verkäuferin in einem Reisebüro. Die beiden streiten sich immer wieder, was wohl besser sei eine Weltreise oder eine neue Protzkarre? Für beides hat es nie gereicht, hat die Familie doch ständig alles in die Kinder investiert. Und was war der verdiente Dank? weiterlesen »

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Unverhofft kommt oft. Hätte mir jemand vor einem Jahr prophezeit was ich erleben durfte, ich hätte ihn für verrückt gehalten. Aber alles der Reihe nach. Schmökert also in meiner Geschichte. Ich bin freier Dekorateur in Wien. Frei in jeder Hinsicht. Leider. Letzten Sommer hat sich meine langjährige Beziehung erledigt. Mein Sexualleben reduzierte sich abrupt auf definitiv null. Da weit und breit keine neue Partnerin in Sicht war, stürzte ich mich Kopfüber in den Job. So kam es eines schönen warmen Sommertages, dass ich voll bepackt mit Dekorationsmaterial über eine teuflische, steile Stiege hinab zur U-Bahn hastete. Und da geschah es auch schon, ich stolperte und kugelte die lange Stiege hinab. Die Stiege war lang, dachte mein letzter Tag war gekommen. Unten angelangt, konnte ich kaum alleine aufstehen. weiterlesen »

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