Diese langen Strecken fahren war echt mörderisch. Manchmal fuhr ich auf einen Rastplatz raus, klappte die Sitzbänke meines Van um und haute mich für eine Stunde aufs Ohr. Besser so als in einen Sekundenschlaf zu fallen und dann einen Unfall zu provozieren. Erst gestern hatten sie wieder so einen Bericht in der Fernsehn Tagesschau von einem umgekippten Truck auf der A2 gebracht. Ein polnischer Lkw Fahrer war auf der Rückfahrt von Spanien einfach geradeaus gefahren, von der Straße abgekommen und rechts in die Böschung gekippt und hatte sich dabei schwer verletzt. 24 Stunden ohne richtige Pause. Gott sei Dank gab es keine Auffahrunfälle und es war nichts mehr geladen. Ich blinzelte. Leichte Müdigkeit kam auf und mir war klar, dass ich nicht mehr lange fahren konnte, ohne mich zu erholen. weiterlesen »
Es ist zwei Uhr nachts. Katerina ist auf dem Nachhauseweg. Sie kommt gerade von einer Party zurück. Ihr blondes Haar, dass eigentlich bis zu den Schultern reicht, ist mit einer Spange am kopf zusammengesteckt. Sie trägt eine schwarze Edeljeans, darüber ein schwarzes Jackett und darunter eine Bluse aus Samt. Ihre schwarzen, geschlossenen Pumps mit den 5cm Flachabsätzen schallen laut auf dem Marmorboden auf. Die Pumps sitzen wie angegossen an ihren nackten, glatten Füßen. Tagsüber ist hier jede Menge los, doch jetzt herrscht menschenleere Stille, bis auf ihre Pumpsschritte. Sie gähnt kurz. Doch plötzlich verlangsamt sie das Tempo. Waren da nicht Stimmen? Katerina bleibt stehen. Tatsächlich schwirren Stimmen durch den leeren, sehr verwinkelt angelegten Komplex. weiterlesen »
Ich war neulich auf dem Weg nach Hause und musste einen Umweg nehmen weil mal wieder ellenlang Stau auf der Bahn war. Ich nahm also die erstbeste Ausfahrt und fand mich im Nirgendwo wieder. Na toll dachte ich. Mein Navi sagte das Ich wenden soll aber ich war Hundemüde und wollte einfach nur nach Haus. Ich folgte der Straße und sah von Weitem ein leuchtendes Werbeschild für eine Bar. Gut dachte ich haltest da mal an, trinkst was und fragst nach dem Weg. Gesagt getan. Am Eingang stand ein Kleiderschrank von einem Kerl und verlangte 20 Euro Eintritt von mir. Dafür sei das Programm gratis lächelte er. Ich zuckte mit den Schultern gab dem Mann sein Geld und ging rein. Ich suchte mir einen freien Tisch in einer Nische, stöberte in der Getränkekarte und sah mich nach dem Kellner um. weiterlesen »


