Ich heiße Mandy, bin 28, und ich erzähle das jetzt so, wie es war. Kein schöner Rahmen, keine Ausrede. Ich brauchte die Gehaltserhöhung, und ich habe sie bekommen. Der Preis war ekelhaft und geil gleichzeitig, und ich habe lange gebraucht, um mir das einzugestehen. Ich arbeite seit vier Jahren als Sekretärin bei einer mittelgroßen Spedition. Mein Chef heißt Reiner, ist 54, hat einen Bauch, einen grauen Vollbart und die Angewohnheit, beim Sprechen über die Brille zu gucken statt durch sie. Verheiratet, zwei erwachsene Kinder, ein Haus am Stadtrand. Ein Typ, den man auf der Straße vergisst. Im Büro war er die meiste Zeit harmlos, hat Kaffee verlangt und über die Buchhaltung geflucht. Bis zu dem Dienstag im März. Ich hatte die Gehaltserhöhung schon zweimal angesprochen. Beide Male hat er abgewunken, die Zahlen seien schwierig, nächstes Quartal, bla.
Meine Miete war im Januar gestiegen, mein Auto brauchte neue Bremsen, und ich hatte keine Lust mehr auf „nächstes Quartal“. An dem Dienstag bin ich also in sein Büro, habe die Tür hinter mir zugemacht und mich hingesetzt, ohne zu fragen. Ich hatte ein hellblaues Kostüm an, den Rock etwas kürzer als im Büro üblich, die Bluse zwei Knöpfe offen. Nicht zufällig. „Reiner, ich brauche mehr Geld. Ich brauche es jetzt, nicht im Sommer.“ Er hat mich angeguckt, über die Brille, und dann hat er gelächelt. Dieses Lächeln kannte ich noch nicht. „Du brauchst es jetzt“, hat er wiederholt, langsam, als würde er die Worte abwiegen. Dann hat er sich zurückgelehnt, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, und gesagt: „Was bist du bereit zu geben?“ Ich wusste in dem Moment, was er meinte. Und ich habe nicht so getan, als wüsste ich es nicht. „Was stellst du dir vor?“
Er ist aufgestanden, hat die Jalousie heruntergelassen, und dann hat er sich vor mich hingestellt, direkt vor meinen Stuhl, und hat gesagt: „Ich will dir in den Mund pissen. Und danach ficke ich dich. Wenn du das durchziehst, red ich am Freitag mit der Personalabteilung.“ Ich habe ihn angesehen. Mein Herz hat bis zum Hals geschlagen, und ich war ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich lachen oder gehen sollte. Aber ich bin sitzen geblieben. „Und wenn ich es nicht kann?“ „Dann nicht“, hat er gesagt. „Dann war es ein Gespräch.“ Es war kein Gespräch. Es war eine Tür, die er aufgemacht hat, und ich bin durchgegangen. Ich habe genickt, und dieses Nicken war der Moment, in dem alles kippte. Er hat die Hose geöffnet, den Gürtel gelöst, den Reißverschluss heruntergezogen, und dann hat er seinen Schwanz rausgeholt.
Er war noch schlaff, blass, ein bisschen größer als erwartet, und er hat ihn in der Hand gehalten wie etwas, das gleich gebraucht wird. „Runter“, hat er gesagt. Ich bin vom Stuhl gerutscht, auf die Knie, auf den Teppich, der nach Büro riecht, nach Staub und Kaffee und billigem Reiniger. Meine Strumpfhose hat auf dem Teppich ein leises Kratzen gemacht, und ich habe gemerkt, wie meine Knie auf dem dünnen Bodenbelag sofort wehtaten. Ich habe den Kopf in den Nacken gelegt und den Mund geöffnet, und dann habe ich gewartet. Das Warten war das Schlimmste. Drei, vier Sekunden, in denen ich nur seinen Atem gehört habe und mein eigenes Blut im Ohr. Ich habe auf seine Hand gesehen, auf seinen Schwanz, auf die Uhr an der Wand hinter ihm, und ich habe gedacht: Wenn jetzt jemand reinkommt, bin ich erledigt. Und dann habe ich gedacht: Es kommt keiner rein, die Tür ist zu, und du hast das selbst entschieden.
Dann kam es. Zuerst nur ein Zucken, ein kurzer Druck, dann ein warmer Strahl, der auf meine Zunge traf, gelb und dünn, und ich habe die Augen zugemacht, weil ich es nicht sehen wollte. Der Geschmack war widerlich, salzig und chemisch, als hätte er den ganzen Morgen Kaffee und nichts anderes getrunken. Es lief über meine Zunge nach hinten, in den Rachen, und ich musste schlucken, weil ich sonst gehustet hätte. Ich habe geschluckt. Zweimal. Dreimal. Es lief mir aus den Mundwinkeln, über das Kinn, in den Kragen meiner Bluse, und ich habe gespürt, wie es mir am Hals hinunterlief, warm und dann sofort kalt werdend, wo es auf die Haut traf. Er hat geseufzt, oben über mir, dieses kleine entspannte Seufzen, das Männer nach dem Pissen von sich geben, und dann hat er sich abgeschüttelt, ein letzter Tropfen auf meine Lippen, und sich wieder in die Hose gepackt.
Ich habe mir mit dem Handrücken über den Mund gewischt. Meine Hand hat gezittert. Er hat mich angesehen, und in seinem Blick war kein Mitleid, keine Überraschung, nur Kalkül. „Hochziehen“, hat er gesagt. „Bück dich über den Schreibtisch.“ Ich bin aufgestanden, meine Knie haben wehgetan, und ich habe mich über seinen Schreibtisch gelegt, die Arme auf den Unterlagen, das Gesicht auf den Zahlen vom letzten Quartal. Die Papiere waren kühl unter meinen Wangen, und ich habe gerochen, dass darauf noch der Drucker lag, dieser elektrische Geruch. Er hat meinen Rock hochgeschoben, mit beiden Händen, ruckartig, so dass er mir über dem Arsch saß. Dann hat er eine Sekunde gezögert. „Du bist nass“, hat er gesagt, fast überrascht. „Ja“, habe ich gesagt. „Was glaubst du, warum ich hier bin.“ Das war die Wahrheit. Ich war nass. Nicht von dem Pissen, das war nur ekelhaft, das macht keine Frau geil, auch wenn Männer das gerne glauben.
Ich war nass, weil ich im Büro meines Chefs auf die Knie gegangen war und einen Preis genannt hatte, den ich bereit war zu zahlen, und weil dieser Moment, in dem die Entscheidung fällt, der geilste Moment der ganzen Sache ist. Das habe ich später gelernt, aber an dem Dienstag war es nur ein Gefühl, kein Gedanke. Er hat mir den Slip heruntergezogen, bis er an meinen Knien hing, und dann hat er mir seinen Schwanz ohne Umweg reingeschoben. Ein Stoß, hart, sofort ganz tief. Ich habe aufgeschrien, nicht vor Lust, eher vor Schreck, und er hat mich am Hüftknochen gepackt und gesagt: „Ruhig. Es hört sonst keiner, aber du sollst ruhig sein.“ Ich habe die Zähne zusammengebissen. Er hat angefangen zu stoßen, und ich muss es zugeben: Es war geil. Nicht weil er so gut war. Er war nicht gut. Er war hart und direkt und hat keine Rücksicht genommen, und genau das hat mich geil gemacht.
Kein „Ist das okay“, kein „Du fühlst dich toll an“. Nur sein Körper, der mich in die Unterlagen drückte, sein Atem im Nacken, seine Hände, die meinen Arsch so fest packten, dass ich am nächsten Tag blaue Flecken hatte. Er hat einen Rhythmus gefunden, der nicht schnell war, aber tief, und jeder Stoß hat mich ein Stück weiter über die Tischkante geschoben. Meine Füße hatten keinen Halt mehr, ich hing mit dem Bauch auf der Kante und musste mich mit den Armen abstützen, und meine Bluse ist aus dem Rock gerutscht und hochgerutscht, bis sie mir unter den Achseln saß. Sein Bauch hat gegen meinen Arsch geklatscht, und ich habe gespürt, wie die Schamhaare an seinen Eiern meine Haut kitzelten. Der Schreibtisch hat geknarzt, ein trockenes, rhythmisches Knarzen, und ich habe gedacht: Das hört man bis in den Flur.
Das Telefon hat geklingelt, einmal, zweimal, und er hat rangegangen, mit dem Schwanz in mir, während er sich mit der anderen Hand auf meinem Rücken abstützte. „Spedition Brandt, Hallo? Ja, das ist der Container aus Rotterdam, ich rufe in zehn Minuten zurück.“ Er hat aufgelegt und weitergefickt, als wäre nichts. Ich bin fast gekommen vor Lachen und Geilheit, und beim Lachen hat sich alles zusammengezogen, und er hat gestöhnt und gesagt: „Genau so. Eng.“ Ich habe mich aufgerichtet, ein bisschen, meine Hand nach hinten, ihn zu fassen zu kriegen, aber er hat meine Hand festgehalten und mir auf den Rücken gedrückt. „Nicht ablenken. Du sollst fühlen, wer hier fickt.“ Das war so ein Spruch, wie er in schlechten Filmen vorkommt, und ich hätte ihn auslachen sollen. Stattdessen bin ich gekommen. Nicht heftig, nicht mit Schrei, eher ein Zittern, das von den Knien hochkam und mich kurz weich machte.
Er hat das gespürt, hat leiser, tiefer gestoßen, und dann ist er gekommen, mit einem erstickten Grunzen, das er versucht hat zu unterdrücken. Seine Hand hat sich in meinen Nacken gekrallt. Ich habe gespürt, wie es in mir zuckte, warm und alles andere als schön, nur nass und erledigt. Danach hat er sich sofort zurückgezogen, hat sich die Hose hochgezogen und ist hinter seinen Schreibtisch gegangen, als hätte er gerade eine Besprechung beendet. Ich stand da, gebückt, den Rock noch oben, den Slip an den Knien, und für einen Moment war ich mir nicht sicher, ob ich wütend sein soll oder einfach gehen soll. Ich habe mich aufgerichtet, habe den Slip hochgezogen und das Pissen in meinem Kragen gespürt, das langsam antrocknete und klebte. „Freitag“, hat er gesagt, ohne aufzugucken. „Ich rede mit der Personalabteilung.“
Ich bin in mein Büro gegangen und habe die restlichen vier Stunden mit einer nassen Bluse und einem Kloß im Hals gearbeitet. Am Freitag hat er mit der Personalabteilung geredet. Am Montag hatte ich die Erhöhung, achthundert Euro brutto, und ein neues Büro, weil er gesagt hat, das sei jetzt nötig. Es ist nicht bei dem einen Mal geblieben. Ich erzähle das ohne Stolz, aber auch ohne Reue, das ist der ehrlichste Weg. Es hat noch ein halbes Jahr gedauert, vielleicht zehn, elf Mal, immer dienstags, wenn die anderen draußen waren. Wir haben nie darüber gesprochen, was das ist. Es war kein Verhältnis, keine Affäre, es war eine Abmachung, die weiterlief, weil wir beide nicht wollten, dass sie aufhört. Und das ist der Teil, der mir jetzt, ein Jahr später, immer noch im Kopf hängt. Nicht das Pissen, nicht das Ficken auf dem Schreibtisch.
Sondern die Frage, ob ich es für das Geld gemacht habe oder für den Moment, in dem ich die Kontrolle abgegeben habe. Ich weiß es nicht. Vielleicht beides. Vielleicht war die Gehaltserhöhung nur der Vorwand, der es mir erlaubt hat, das zu tun, was ich ohne Vorwand nicht zugelassen hätte. Reiner hat mich letzte Woche gefragt, ob wir es „dieses Jahr nochmal“ angehen wollen. Ich habe gesagt, ich überlege es mir. Ich überlege es mir seit Donnerstag jeden Abend.






